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Zuhören. Anpacken. Umsetzen.

  • Zuhören. Anpacken. Umsetzen.

„Gerade in unserem ländlichen Raum wird immer wieder deutlich, dass der Mittelstand nach wie vor das Rückgrat unserer Wirtschaft ist“, so die Tauberbischofsheimer Bundestagsabgeordnete Nina Warken bei ihrem Besuch bei der Firma Bass in Niederstetten. Begleitet wurde die Bundestagsabgeordnete vom Niederstettener Bürgermeister Rüdiger Zibold sowie von den CDU-Stadträten Wolfgang Dornberger, Alexander Böltz, Roland Landwehr und dem stellvertretenden CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Sebastian von der Weide.

In Anwesenheit von Geschäftsführer Martin Zeller stellte Inhaberin Dr. Stefanie Leenen den Gästen das Unternehmen vor. Ihr Großvater habe den Betrieb 1947 gegründet und sich von Beginn an auf Werkzeuge zur Bearbeitung von Innengewinden spezialisiert. Mit den heute produzierten Hochpräzisionswerkzeugen sei man nahezu weltweit aktiv. So werden Bass-Gewindewerkzeuge zur Herstellung unterschiedlichster Produkte verwendet – etwa bei allen namhaften deutschen Automobilherstellern, aber auch z.B. in vielen Brillenscharnieren Am Firmensitz in Niederstetten beschäftige man derzeit rund 145 Mitarbeiter.

Großen Wert lege man bei Bass auf Fortbildungen und Schulungen der Mitarbeiter, auf Familienfreundlichkeit und Flexibilität und damit auf ein gutes Betriebsklima. So habe man erstmals im Jahr 2012 den Zukunftspreis vom Landkreis bekommen, der die Aktivitäten von BASS als „Familienfreundliches Unternehmen“ auszeichnet. Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen erneut ausgezeichnet, diesmal mit dem 2. Preis für „Ausgezeichnete Willkommenskultur“. Man sei auch Vorreiter, was die Qualität und Zertifizierung der Ausbildung anginge und habe als eines der ersten Unternehmen in der Region das Ausbildungssiegel DUALIS von der IHK Heilbronn-Franken als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb erhalten.

 

„Wenn wir heute junge motivierte Kräfte für unser Unternehmen gewinnen wollen, brauchen wir eine gute Erreichbarkeit von Berufs- und Hochschulen. Hier ist die DHBW Mosbach für uns essentiell wichtig“, so Dr. Leenen. Beim Thema Berufsschule stellte Warken die Idee einer längeren gemeinsamen Beschulung bei ähnlichen Ausbildungsberufen dar: „Der demographische Wandel und die immer weitere Ausdifferenzierung der Ausbildungsberufe sind Ursache dafür, dass im ländlichen Raum einzelne Klassen nicht mehr voll werden. Wir sollten uns daher überlegen, ob man nicht fachähnliche Berufe in allgemeinen Fächern wie Mathematik oder Deutsch gemeinsam in der Region unterrichtet, so dass die Berufsschüler nur für ihre Spezialfächer eine weitere Fahrt auf sich nehmen müssen“, so die Bundestagsabgeordnete. 

Intensiv diskutiert wurde auch das Thema Asyl sowie die damit verbundenen Chancen für die einheimische Wirtschaft. Einig war man sich darin, dass die Qualifikationen der Asylbewerber noch systematischer erfasst werden müssten, um diese schnell an interessierte Unternehmen zu vermitteln.

Schließlich bat Dr. Leenen die Bundestagsabgeordnete um Unterstützung beim Thema schnelles Internet. „Ohne schnelles DSL haben wir hier in Niederstetten nicht nur höhere Kosten und einen höheren logistischen Aufwand, sondern damit auch einen gewaltigen Wettbewerbsnachteil gegenüber unserer internationalen Konkurrenz. Hier muss etwas getan werden“. 

Abschließend bedankte sich Nina Warken bei Dr. Stefanie Leenen für die interessanten Einblicke in das Unternehmen und versprach, sich insbesondere bei dem Thema schnelles Internet  einsetzen zu wollen. Anfang April werden auf Initiative von Nina Warken Experten des Breitbandbüros des Bundes nach Tauberbischofsheim kommen und hier kommunale Verantwortungsträger bezüglich möglicher Fördermöglichkeiten beraten.