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25. Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland mit dem Deutschen Bundestag: Melanie Renje begleitete eine Woche die Bundestagsabgeordnete Nina Warken in Berlin

Berlin / Tauberfranken. Junge Wirtschaft trifft Politik – unter diesem Motto steht der jährliche Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) mit dem Deutschen Bundestag, der in diesem Jahr zum 25. Mal stattfand und an dem über 200 junge Wirtschaftsvertreter aus ganz Deutschland teilnahmen.

Während der diesjährigen Projektwoche begleitete Melanie Renje, die Geschäftsführerin der Mittelstandszentrum Tauberfranken GmbH, die Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU) bei ihrer parlamentarischen Arbeit in Berlin und zeigte sich begeistert: „Das waren so vielfältige Eindrücke und spannende Begegnungen, für das kommende Jahr werde ich mich auf jeden Fall wieder um eine Teilnahme bewerben.“

Die 36-jährige Diplom-Betriebswirtin (FH) leitet seit 2011 das Mittelstandszentrum Tauberfranken, eine Einrichtung für Wirtschaftsförderung für die Main-Tauber-Region. Ziel ist es, optimale Voraussetzungen für eine gründer- und unternehmerfreundliche Infrastruktur in der Region zu schaffen. „Unser Zentrum ist mittlerweile ein wichtiger Knotenpunkt für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur“, berichtet Renje, die auch die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken, mit über 250 Mitgliedern deutschlandweit der stärkste Verband, seit Anfang 2019 anführt. Seit 2018 ist sie Mitglied der Vollversammlung der IHK.

Zahlreiche Gesprächsrunden standen auf dem Programm, unter anderem konnten Renje und ihre Verbandsmitglieder mit den Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU), Andrea Nahles (SPD) und Christian Lindner (FDP) sowie dem Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU Carsten Linnemann sprechen. Renje: „Ich fand das sehr gut, es wurde offen miteinander diskutiert. Unter anderem ging es um die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau. Mir ist es wichtig, dass die Politik weiß, was manche politische Entscheidungen für Auswirkungen haben und was diese für einen Unternehmer bedeuten. Es geht darum, in den Austausch zu kommen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Wichtig für uns ist es auch, die politischen Prozesse zu verstehen, warum Politik oftmals fünf Schleifen dreht, während ich als Unternehmerin schnell entscheiden muss und dies auch kann.“

„Mein inhaltliches Highlight war es, Frau Warken in den Europaauschuss begleiten zu dürfen. Nicht nur die europapolitischen Themen waren spannend, sondern auch, wie Informationen aufbereitet und weitergegeben werden“, so Renje, die auch hinter die Kulissen der Politik blickte, die von der Besuchertribüne den Debatten im Plenum des Deutschen Bundestages nicht nur inhaltlich folgte, sondern auch versuchte, die Stimmung dort – wie sie selbst sagt – „aufzusaugen“: „Ich muss sagen: Das hat mich wirklich gefesselt und ich bin da viel länger als geplant sitzengeblieben.“

Nach einem Gruppenfoto mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kehrte Renje in das Abgeordnetenbüro von Nina Warken zurück. Dort gab es dann auch einen kleinen Umtrunk und ein Stückchen Kuchen, da Warken am vergangenen Mittwoch ihren 40. Geburtstag feierte, zahlreiche Abgeordnetenkollegen schauten zum Gratulieren vorbei. „Auch das ist ein grundsätzlich interessantes Thema für uns Wirtschaftsjunioren: Ob in der Wirtschaft oder in der Politik: Wie werden junge Frauen, die sich engagieren und anpacken, unterstützt?“

Am heutigen Freitag tritt die Geschäftsführerin des Mittelstandszentrums Tauberfranken wieder die Heimreise an: „Ich bedanke mich bei Frau Warken, dass sie sich so viel Zeit für mich genommen hat, zumal ja nicht alle Abgeordnete an diesem Know-how-Transfer teilnehmen.“

Für die Bundestagsabgeordnete Nina Warken ist der Austausch mit den Wirtschaftsjunioren indes eine Selbstverständlichkeit: „Ich war selbst jahrelang in Jugendorganisationen tätig, daher wecken die WJD bei mir viele gute Erinnerungen. Aus Erfahrung weiß ich: Früh übt sich! Schon deshalb habe ich sofort meine Unterstützung zugesagt. Als junge Frau in der Wirtschaft hat Frau Renje einige Herausforderungen zu meistern, die mir aus der Politik auch selbst bekannt sind. Da ist es gut, wenn wir uns gegenseitig austauschen. Für mich als Abgeordnete ist eine enge Bindung an die heimatliche Wirtschaft ausgesprochen wichtig, und da sind die Wirtschaftsjunioren natürlich ein hervorragende Adresse. Ich bin in Berlin ja auch ein Sprachrohr für ihre Anliegen. Von Frau Renje zu hören, wo aktuell der Schuh drückt, war daher auch für mich spannend. In unseren Gesprächen habe ich auch nochmal einiges über die Arbeit im Verband gelernt.“ (Matthias Busse / 17.05.2019)

 

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