Anliegen der Landwirtschaft erörtert

Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU) vor Ort

Harthausen / Nassau / Adolzhausen. In der heutigen Zeit Landwirt zu sein, ist nicht immer einfach. Das erfuhr auch die Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU), die aktuell zwei landwirtschaftliche Betriebe in Harthausen und Nassau sowie die Unabhängige Erzeuger Gemeinschaft (UEG) Hohenlohe-Franken in Adolzhausen besuchte, um sich über die derzeitige Situation und die Anliegen der Landwirtschaft zu informieren.

Welche Perspektiven haben Landwirte heute in Deutschland? Was kann die Politik tun, um den Beruf des Landwirtes zu erhalten? Über diese und weitere Themen diskutierte die CDU-Politikerin mit Landwirten vor Ort.

Während die Bauern in der Nachkriegszeit noch als Retter und für Ernterekorde gefeiert wurden, sehen sie sich heute oftmals in der Kritik und einzig an Natur-, Arten- oder Tierschutz gemessen.

"Deutschland hat ein Problem mit Nitrat, heißt es immer wieder in den Medien", sagte ein Landwirt. Und weiter: "Hier wird mit Messstellen gearbeitet, die oft gar nicht repräsentativ sind. Alle reden von belastetem Trinkwasser, obwohl wir eines der qualitativ besten Wasser haben. Richtlinien wurden mehrfach geändert und Gesetze verschärft."

In den Gesprächen mit den insgesamt rund 25 Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft wurde klar: Viele Verordnungen bringen oft mehr Arbeit als Nutzen.

Großen Raum nahm auch das Thema "Kennzeichnungspflicht" ein. Die Landwirte legten hier unter anderem besonderen Wert darauf, dass der Verbraucher regionale wie auch saisonale Produkte leichter erkennen könne.

Erschwerend sah man auch einige Kampagnen von NGOs, welche die Verbraucher beeinflussten. „Dabei hatten wir noch nie so qualitativ hochwertige Lebensmittel wie heute,“ so der Grundtenor der Gespräche. Auch der "ausufernde bürokratische Aufwand" wie auch die Attraktivität, den Beruf des Landwirtes zu ergreifen oder einen landwirtschaftlichen Betrieb zu übernehmen, wurde intensiv diskutiert.

"Die gesellschaftliche Leistung der Landwirtschaft, hier vor Ort und deutschlandweit, muss wieder mehr honoriert werden. Ich stehe an der Seite unserer Landwirte. Man muss wieder mehr miteinander als übereinander sprechen, alles andere macht keinen Sinn", so die CDU-Bundestagsabgeordnete Nina Warken. (Schäfer / Busse)

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