Ärztliche Versorgung: Land unter auf dem Land?

Beitrag von Nina Warken MdB (Odenwald-Tauber) für den Newsletter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion / Landesgruppe Baden-Württemberg

Im vergangenen Jahr hat eine von einer Krankenkasse in Auftrag gegebene Umfrage aufgezeigt, dass sowohl für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt als auch auf dem Land die Verfügbarkeit von Hausärzten noch vor attraktiven Einkaufsmöglichkeiten und dem Ausbau des Internets höchste Priorität hat. Die Bevölkerung wird älter und der Bedarf an medizinischen Leistungen steigt, allerdings werden laut Bundesärztekammer in den nächsten Jahren circa 20 Prozent der Ärzte in den Ruhestand gehen – dies wird den Ärztemangel auf dem Land weiter forcieren.

Ein Schwerpunkt meiner diesjährigen Sommertour im Bundestagswahlkreis Odenwald-Tauber war daher das Thema „Gesundheitsversorgung“: Mit Landräten, Bürgermeistern, Kommunalpolitikern, Ärzten und Pflegekräften, Mitgliedern der Geschäftsführung von Krankenhäusern, Apothekern, Mitarbeitern von Gesundheitsämtern, Sozialstationen und Krankentransporten habe ich intensive Gespräche über die Zukunft des ländlichen Raums geführt.

Gerade während der Corona-Krise ist noch einmal sehr deutlich geworden, wie entscheidend ein engmaschiges Netz im Bereich der Gesundheitsversorgung ist. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass der ländliche Raum auch zukünftig attraktiv bleibt. Eine wohnortnahe, gute medizinische Versorgung und dezentrale Strukturen sind hier von besonderer Bedeutung.

Aktuell hat sich der Vorstand unserer Fraktion dafür ausgesprochen, die Medizinstudienplätze mittelfristig um 5.000 aufstocken, um die Landarztquote zu erhöhen. Über 4 Milliarden Euro werden ferner für die Modernisierung von Krankenhäusern bereitgestellt. Nicht der Erhalt, sondern der Ausbau der ärztlichen Versorgung sollte das Ziel sein, für das ich mich, insbesondere den ländlichen Raum im Blick, mit ganzer Kraft auch zukünftig einsetze.

Newsletter "Fürs Ländle in Berlin" (Ausgabe 04.09.2020): Download

Foto: toko

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