Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz verabschiedet

Im Sommer habe ich mich mit Apothekern unserer Region, dem Wahlkreis Odenwald-Tauber, über dringend notwendige gesetzliche Änderungen zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken ausgetauscht. Vor allem die preistreibende Konkurrenz aus dem Internet hat es den mittelständischen Apotheken in den Städten und Gemeinden zunehmend schwer gemacht.

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Damit die Arzneimittelversorgung und die persönliche Beratung auch in Zukunft durch wohnortnahe Apotheken gewährleistet werden, setzt das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz (VOASG) an zwei Punkten an:

Erstens schafft es einen fairen Wettbewerb zwischen Vor-Ort- und Versand-Apotheken, indem es die Gleichpreisigkeit gesetzlich neu verankert und dadurch Bonus-Zahlungen ausländischer Versandapotheken zukünftig verbietet. Insbesondere dann, wenn sozial-rechtlich die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen. Damit revidiert das Gesetz einen schwelenden Rechtszustand und -konflikt, der seit dem entsprechenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2016 bestand: Das Gesetz sorgt durch die Überführung der gesetzlichen Regelungen der Arzneimittelpreisbildung in das Sozialrecht für verbindliche, gleiche Regeln für alle Apotheken, egal ob Präsenz- oder Versandapotheke.

Zweitens führt das Gesetz den Meilenstein einer Vergütung pharmazeutischer Dienstleistungen ein. Dadurch wird den Apotheken die Möglichkeit gegeben, ihr pharmazeutisches Knowhow zum Wohle der Patienten einzusetzen. Beratungen zur Medikation, präventive Angebote, wie die Grippeimpfung, die in Modellregionen bereits erprobt wird, sind hier beispielhaft. Auch die in der Corona-Krise bewährten, vergüteten Botendienste etabliert das Gesetz dauerhaft.

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