Nationale Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff?

Stellungnahme von Nina Warken MdB in der Rhein-Neckar-Zeitung

Gesundheit hat oberste Priorität. Natürlich stehen wir als Fraktion hinter der Impfstrategie des Bundesgesundheitsministeriums. Es ist der richtige Weg, der Gesundheit der Menschen die oberste Priorität einzuräumen und den Impfstoff schnell, aber gründlich zu prüfen. Dass es bereits in den kommenden Tagen zu den ersten Impfungen in Deutschland kommen könnte, ist ein gutes Signal. Dabei gibt es eine bedingte Zulassung, aber keine Not-Zulassung.

Wir unterstützen diesen Schritt, um eine möglichst hohe Akzeptanz für die Impfungen in der Bevölkerung zu erreichen. Wer einer Impfung bisher noch skeptisch gegenübersteht, will überzeugt und nicht überrannt werden.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Pandemie lässt sich nur wirksam bekämpfen, wenn es ein abgestimmtes Vorgehen in der gesamten Europäischen Union gibt. Die Entscheidung über die Zulassung liegt daher zurzeit bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von etwa 60 Prozent der Bevölkerung notwendig, um das Virus zurückzudrängen. Nach jüngsten Schätzungen lässt sich dieses Ziel bis zum Sommer nächsten Jahres erreichen. Das ist eine Perspektive, die uns allen Hoffnung gibt. Dabei kommt es allerdings nicht nur auf die schnelle Verfügbarkeit des Impfstoffes an, sondern auch auf ein breites Vertrauen in der Bevölkerung.

Nur gemeinsam kann die Bekämpfung der Pandemie gelingen. Dabei brauchen wir die aktive Mithilfe eines jeden Einzelnen.

(Nina Warken, 41, CDU, sitzt seit 2018 wieder im Bundestag, dem sie schon von 2013 bis 2017 angehört hatte. Die Rechtsanwältin aus Tauberbischofsheim ist Innenexpertin der Unionsfraktion.)

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