Bundestagsabgeordnete Nina Warken und Bürgermeister Norman Link sind sich einig: Kommunen vor Ort benötigen volle Unterstützung

Nina Warken MdB und Norman Link in Neckargerach. Foto: Dominik Kircher

Pressemitteilung.

Neckargerach/Zwingenberg. Bei einem Gespräch vor Ort tauschten sich Bürgermeister Norman Link und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Odenwald-Tauber Nina Warken über die derzeitigen Herausforderungen für Kommunen und Gemeinden aus. „Die Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Ebenen von der Gemeinde über Land und Bund bis hin nach Europa ist maßgeblich für eine zukunftsorientierte und bürgernahe Politik. Insbesondere dann, wenn es um neue Gesetzgebungsvorhaben geht, die die Entwicklung vor Ort im Ländlichen Raum betreffen“, betonte Warken.

Neben der erneuerten Wasserversorgung von Neckargerach und Zwingenberg standen vor allem die Unterbringung von Flüchtlingen, die örtliche Infrastruktur, die Förderung des Ehrenamts sowie die bessere Nutzung des Potenzials Erneuerbarer Energien im Fokus des Austausches. „Pflichtaufgaben, wie die nachhaltige Sicherstellung der Wasserversorgung, stellen die Kommunen vor große Herausforderungen. Diese werden in Neckargerach und Zwingenberg mit viel Einsatz der Gemeindeverwaltungen gemeistert. Deshalb sollten sie nicht auch noch mit unnötiger Bürokratie und langwierigen Verfahren belastet werden. Hier muss der Gesetzgeber dringend handeln“, erklärte die Bundestagsabgeordnete.

„Ebenso ist es wichtig, die Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen besser zu unterstützen. Es ist nicht sinnvoll, ausschließlich Neubauten auf der grünen Wiese zu fördern, wenn gleichzeitig nutzbare Immobilien innerorts verfallen“, sagte die Innenpolitikerin. Unter anderem aufgrund des Ukrainekrieges, ist die Zahl der Asylanträge im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Es kommen derzeit mehr Geflüchtete nach Deutschland als jemals zuvor. Die daraus folgenden Herausforderungen wie die Unterbringung träfen vor allem die Kommunen vor Ort, so auch Neckargerach. Diese dürften allerdings nicht im Regen stehen gelassen werden. Stattdessen müsse man sie dabei unterstützen, bereits bestehende Immobilien als potentiellen Wohnraum zu nutzen und zu erhalten.

Beim Thema Erneuerbare Energien herrsche ebenfalls Verbesserungsbedarf. Die Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister Link waren sich einig, dass stärkere Anreize für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden müssen, Photovoltaikanlagen auf eigenen Dachflächen zu installieren. Der selbst erzeugte Strom sollte dann auch ortsunabhängig genutzt werden dürfen. „So würden die Bürgerinnen und Bürger einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und selbst davon profitieren“, resümierte Link. Beide sind sich einig, dass Kommunen für ihre kommunalpolitische Arbeit vor Ort volle Unterstützung für ihre zukunftsorientierten Projekte benötigen. Abschließend sicherte Warken zu, sich in Berlin mit Nachdruck für die besprochenen Anliegen der Kommunen einzusetzen und bedankte sich bei Bürgermeister Link für die hervorragende Zusammenarbeit.